Mit Sandalen über den 55 km langen Trail

Also – und aus meinem Deutschunterricht weiß ich sehr wohl, dass man mit also keinen Satz und schon gar keinen Absatz beginnt – also das mit den Sandalen ist so: also es ist eh nicht so, aber es war schon irgendwie in meinem Kopf…

Die Wanderschuhe von Judith sind ja sowas von hinüber und Ersatz gibts da sowas von nicht, also Schluss mit lustig – also wenn wandern lustig ist. David (und wir haben dich heute trotzdem fluchen gehört weil es sowas von steil war, weit steiler als bisher) und Judith sind nicht mehr am Trek. Sonja ist noch bis zur Mittagspause mitgegangen und ist dann wieder retour zu ihren Kids – und jetzt sind die drei nach Reykjavik unterwegs zum Schuhkaufen, und das bei den Preisen da. Viel Glück dabei liebe Judith. Dazu muss man wohl sagen, dass jeder von  uns mit Wanderschuhen angereist ist und ein weiteres paar Schuhe zum Furten mit hat, und ist warst dann auch schon. Zum Furten hat fast jeder was anderes, z.B. Crocs, Sandalen oder im Fall von Judith Neoprenpatscherl. Wenn da ein Paar Schuhe kaputt geht – Shit! Ja, ist so. Also liebe Judith und Sonja und David, viel Spass und alles Gute in Reykjavik und Toi Toi Toi beim Schuhekaufen.

Wir sind unterdessen unterwegs auf der ersten Etappe des Laugavegur. Nach ein paar Kilometern kamen wir zur ersten Furt…

Und dann (ja mit und beginnt man auch keinen Satz) sind wir am anderen Ufer und plötzlich der Schock.

Paulis Schuhe sind nicht da. Verloren? Nein, eher sollte sie jemand mitnehmen und hat sie am anderen Ufer vergessen.  Also muss ich wieder rüber und das mach ich auch. Und da sind sie – leider nicht. Naja eben doch verloren beim Überqueren der Pronga. Das ist klar de san weg. Plan B: Pauli kriegt meine Schuhe und i geh in den Sandalen den Laugavegur – Freude pur.

Doch sie wurden gefunden, die Schuhe. Sind irgendwo auf einer Schotterbank von einem Rucksack gefallen. Eh wurscht, die Schuhe sind da und i darf meine Wanderschuhe behalten.

Und nach der Mittagspause haben sich unsere Wege getrennt. Viel Spass liebe Entlesbergers. Wir vermissen euch.

Der Rest des Tages: Lavawüste, Gletscher, unglaubliche Canyons und richtig steil bergauf. Wir sind jetzt in Emstrur. In Emstrur ist gut – das sind ein paar Hütten und ein paar Zeltstellflächen. Nix Geschäft und nix Verpflegung. Macht aber nix, wir gaben ja Nudeln – mhmmmmm!

Zu schwer?

So, nach dem Nudelessen haben wir den Nils irgendwas aus dem Fuss entfernt und dann noch UNO gespielt und den Ramazzotti vernichtet sodass wir morgen eine weitere Wasserflasche haben. Gute Nacht! Übrigens Internet – Fehlanzeige….

Morgen – wenn ihr das liest ist es dann heute, oder gestern, oder… wegen der fehlenden Internetverbindung – geht’s dann eher flach weiter. Mal schauen ob wieder was passiert.

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2 Antworten zu Mit Sandalen über den 55 km langen Trail

  1. Gerhard sagt:

    Danke für’s laufende Berichtschreiben, net aufhören. Wir lesen eh interessiert mit!
    Und noch alles gute für die nächsten Tage. Oh, mit „und“ fängt man ja keinen Satz an – hab ich vor Kurzem irgendwo gelesen 😉

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