Italia, Italia

Was wirklich lässig ist, sind die Leute hier. Seit Genua werd ich recht oft bei Kreuzungen von Radlern, Mopedfahrern oder auch Autofahrern gefragt, wo ich herkomm und wo ich hinwill. Italia ist ein Radlland, da fahren viele Rennrad. Oft mit alten Stahlrennern und eher gemütlich. In Frankreich waren auch sehr viele Rennradler unterwegs, aber eher mit Toprädern. Der Franzose fährt mit exquisiten Carbonteilen Fahrrad. Aber bei einem Unfall ist es nicht sicher, ob die Rettung schnell da ist, weil die in Frankreich meist ein Renault ist und wer weiß, ob die grad funktioniert. Da willst nix haben. Sind aber eh genügend Werkstätten im Lande. In Italien sind die Rettungen von Fiat – i glaub ja, dass da die Renault noch besser sind. Darum besser g’sund bleiben und nix riskieren und unfallfrei bleiben.

Hier sind Fliegengitter Pflicht!
Fad, fad, fad…

Es geht Richtung Osten und ganz ehrlich, i glaub, i kann des Meer schon riechen. Freu i mi schon auf den Urlaub mit den Kids und meiner Susi.

Bezüglich Covid, i hab bei den Grenzen nie was gebraucht, auch keinen Reisepass. Gut, die Grenzübergänge in den Bergen – eh fast klar, aber auch in Ventimigla. I hab einmal den grünen Pass gebraucht in Frankreich, beim Campingplatz von dem i auf den Ventoux gefahren bin – der wo die Powerbank und Ladegerät gestohlen wurden. In Italien nehmen’s die Maskenpflicht ja sowas von ernst. In Frankreich bevorzugen sie den österreichischen Zugang: i setz kane auf und bei dir is es mir Wurscht.

In Parma

Heute geht leichter Wind von Süd – kein Problem, alles super. Aber des Navi hunzt wieder. Google schickt mich über die Superstrada, aber nein danke, kein Bedarf, zuviel Verkehr. Zähneknirschend also wieder auf Komoot wechseln. Des funktioniert – schöne Nebenstraßen. Ich formuliere es positiv: eine Navi-App funktioniert meist eh tadellos. Des san halt die täglichen Probleme des Radreisenden: Wind, Navigation und Straßenbeschaffenheit. Die ist übrigens ausbaufähig aber mountainbiketauglich, also für mich okay.

Naviappvergleich im Kreisverkehr: Google Fahrrad – „nehmen Sie die zweite Ausfahrt“. Mach ich, Navi: „bitte wenden“ i: „jo hallo, du wolltest, dass i da reinfahr (war a ganz kleine Strasse, aber sie war da.) Also nehm i jetzt die dritte Ausfahrt und des is da Frau im Navi dann Recht. Komoot-App: „verlassen sie den Kreisverkehr auf Straße“. Na wirklich? Hätt i ned gewusst. Aber bitte auf welcher? Oida!

Mittagessen
Durch die Allee
Die Hupe sieht alles!

Voll cool, wenn man einem Daumen hoch vom entgegenkommenden Radler bekommt, oder wenn man angehupt wird, ned weil was ned passt, nein, damit man sieht, dass man gegrüßt wird und dann folgt noch eine Anfeuerung. Taugt mir.

Am Nachmittag geht ein leichter Wind von vorne. Es gibt schlimmeres, z.B. ein starker Wind von vorne. Das weiß ich dann vom Abend. Ich lese ein Schild Finale Emilia 19 km, nach ca. 300 Metern wieder ein Schild Finale Emilia 20 km nach weiteren ca. 300 Metern ein Schild Finale Emilia 21 km. Verdammt ich muss durch Finale Emilia durch. Nach ein paar km ein Schild Finale Emilia 16 km. Gott sei Dank. Nach 300 Metern ein Schild Finale Emilia 17 km. Komm ich jemals da durch?

Da fehlt schon eine Schraube…
Die Satteltasche hat auch schon ein Loch.
Hitzepause am Nachmittag
Was macht der auf meinem Radweg?

So, nach einer Fahrt durch Italien wie es halt so ist: Landwirtschaft, Felder, Apfel- und Birnenplantagen, Weingärten usw. Nicht recht fototauglich nach den letzten Tagen und fast Woche, aber ganz lässig. Italien halt. I bin jetzt am Campingplatz irgendwo bei Ferrara. Ist zwar voll, aber für mein kleines Zelt hats a Platzerl gegeben. Bin ja auch vorangemeldet. So passt das und für morgen hab ich auch schon was reserviert. Also gute Nacht.

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