Dem Ziel kein Stückerl näher

Hotel Rezeption – zahlen und los geht’s. Aber eben nicht ganz so schnell. Der möchte eine 10 Sterne Bewertung haben für sein Hotel. Dann fragt er uns noch was wir vorhaben und sagt, dass der Col del Lys ganz besonders schön sei. Wir haben auch schon überlegt, ob wir den heute machen. Jetzt ist es fix – wenn der doch so schön ist. Also plagen wir uns dort hinauf. Und siehe da: so schön ist der gar nicht, der col del Lys und die 10 Sterne Bewertung fürs Hotel wird wohl auch nix lieber Herr.

So, aber der Reihe nach. Raus aus Turin, dann geht’s bald bergauf. Irre Hitze, mir ist das zu heiß. Ich fahr ein bisserl langsamer und Gerhard und Christof nehmen Rücksicht und Gas raus. Danke. Weiter oben ist es dann Kühler und mir geht’s besser. Irgendwann sind wir dann am col del Lys und naja…

Runter geht’s und dann bald rauf auf den Colle del Colmbardo. Unten Asphalt und dann folgt bald Schotter, grober Schotter. Also eigentlich liegen da irre Steine am und im Weg herum. Steil ist er auch und gewaltig lang bis 2100 Meter. Laut Strava sind 1500 Höhenmeter zu bewältigen. Der Gerhard weiß das sicher besser – werd ich nachfragen.

Hab mittlerweile erfahren, dass niemand, wirklich NIEMAND, der den Colle del Colmbardo fährt vorher sowas wie den Col del Lys fährt. Aber i muss da mit. Wem fällt sowas ein? Also der Name des betreffenden beginnt mit G.

Irgendwo, i kenn das alles ja ned, wird der Colle del Colmbardo – heute hat er übrigens eine Zeit lang Colle del leck mich am A… geheißen – als extrem schwerer Anstieg beschrieben. Stimmt. Und i hab richtig Knieschmerzen gehabt. Sind dann durch die Bewegung eh besser geworden, gefährden aber hoffentlich nicht mein Restprogramm. Warum fährt man den Colmbardo eigentlich? Weil er da ist. Ich meine, man kann ihn getrost weggeben.

Nach getaner Arbeit gab’s dann aber ein vorzüglichen Mal in Susa – da sind wir jetzt. Morgen wartet der nächste Riese…

Und das beste am Schluss: wir sind jetzt kein Stück näher bei Nizza als bei unserer Abfahrt in der Früh!

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Schon wieder auf Tour

Jeah, das hab ich alles mit:

Nach einer langen aber kurzweiligen Autofahrt sind wir bei unserem Hotel in der Nähe von Turin angekommen. Zuvor mussten wir (Gerhard und Christof) allerdings noch die Räder im Auto verstauen während ich dazu verdonnert wurde diese Großtat der Schlichtkunst für die Navhwelt zu dokumentieren.

Also im Hotel angekommen, begaben wir uns auf unsere Räder und gingen auf Sightseeingtour nach Turin.

Am Heimweg Mücken und Gelsen frage nicht. Kopf in den Ameisenhaufen stecken – könnte nicht schlimmer sein. Aber: Heimfahren zum Horel geschafft und jetzt sitzen wir beim Bier und lauschen den Klängen eines Rockkkonzertes. Gute Nacht.

Und morgen beginnt die Tour…

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Winterfreuden

Bald ist er vorbei, aber schön war er schon – der Winter:

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Campingplatz voll

Na das wars mit den 5 Sternen für heute. Erst spielt entgegen der Motivation meiner Radlpartner das Stilfserjoch zu erklimmen, die Wettervorhersage nicht mit – was sich im Laufe des Vormittags bei jedem Blick zurück bestätigte und dann war der schöne Campingplatz am Rande von Bozen voll. Kein Platz und der Regen in Anmarsch. Was tun? Aber alles der Reihe nach. Wir sind super schnell in Prad weggekommen und haben uns bald einen Cappuccino bzw. Heiße Schokolade gegönnt. Dann gings entlang der Etsch durch riesige Apfelplantagen flankiert von Bergen mit gefühlten sehr vielen Burgen und Ruinen. Schön, flach, fad? Landschaftlich keineswegs fad, radltechnisch naja. Läuft so der Etsch entlang dahin – fast von allein.

Wie im Urlaub

Gut, dann hat er uns eingeholt, der Regen. Eh nur ein bisserl und das knapp vor Meran. Regenjacken anziehen beim Kraftwerk und dann gings in Serpentinen bergab – und die Serpentinen hab i mir vom Vorjahr gemerkt. Da bin ich sie raufgeradelt. Das war anstrengend. Diesmal gings bergab. Juhu und Vollgas!

In Meran beginnt es dann richtig zu regnen und was machen wir? Blick auf die Uhr – Mittag, Blick nach links – Pizzeria. Alles klar.

Wir sind früh dran, nur mehr 30 km nach Bozen – Überlegung am Mittagstisch: heute noch rauf mit dem Zug am Brenner und dann weiter per Rad bis zur Endstation in Innsbruck? Das wird eng. Stress wollen wir gar nicht, also locker weiterradeln, dann noch ein Eis auf der Strecke und alles gemütlich. Der Regen hat ja auch wieder aufgehört. Außerdem haben wir den Rücktransport von Innsbruck nach Dalaas für morgen, Samstag ausgemacht. Danke an Mickey – sie holt uns mit dem Auto in Innsbruck ab. Super, du bist die beste! Zug? Keine Chance. Da fahren nur Railjets mit genau 5 Fahradplätzen und man muss vorreservieren. Also keine Chance! ÖBB eben.

So, angekommen am Campingplatz ist der voll. Was tun? Zurückradeln zum nächsten? Eher nicht. Wir fahren zum Bahnhof und dann mit dem Zug auf den Brenner. Da regnet es. Quartier suchen ist nicht notwendig, Mickey hat heute schon Zeit, um uns abzuholen. Wir radeln noch runter bis Gries am Brenner und werden dort von Mickey abgeholt – super. Danke! Also Radtour beendet, Schlechtwetter hat uns fast nicht erwischt und die liebe Mickey hat uns, flexibel wie sie ist, schon heute abgeholt – gerettet könnte man eventuell auch sagen. Irgendwann steigen wir dann in Dalaas aus einem Auto, in dem sich dann doch schon etwas unangenehmer Geruch von nassen, verschwitzten Radgewändern, ich glaub speziell von den Radsocken, breitmachte. Radtour erfolgreich beendet – schön wars, richtig schön. Für mich eine 5 Sterne Tour. Aber ganz ehrlich – das war die Kärnten Graveltour (von Gerhard T. organisiert) auch. Diesmal mit Family, was was es für mich zu einem ganz speziellen Radlerlebnis macht.

Danke an Susi, Pauli, Nicki und Nils!

Wir warten auf unser Taxi
Danke, schön war´s – sehr schön.
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5 Sterne für den Harald!

Ja sowas gabs noch nie – 5, in Worten fünf, Sterne hab ich bekommen. Ehrlich! 5 Sterne für die Tourplanung. Also ich bin ja schon öfters mit jemandem gefahren, aber 5 Sterne hab ich noch nie vergeben. Noch nie! Aber ich hab sie bekommen – heute. Weils gar so schön war. Und das war es wirklich. Anstrengend angeblich auch, ja, aber das war bekannt. Wir mussten ja rauf auf den Reschenpass. War nicht schlimm – ein Rollerberg. Und schön war es da oben – richtig schön. Aber schön wars auch vorher schon, den Inn entlang. 5 Sterne eben! Heute wars ja auch eine Dreiländertour – Schweiz – Österreich – Italien. Eine Belohnung hab ich auch bekommen – siehe letztes Foto.

Am Grenzübergang von der Schweiz nach Österreich
Rasten am Reschenpass – Italien erreicht!
Eine Frechheit das T-Shirt

Nach dem Reschenpass gings flott runter mit so Geschwindigkeitsmessungen – da waren wir richtig gut. Gratulation an Susi und die Jungs. Das war lustig. Jetzt sind wir am Campingplatz in Prad. Morgen gibts dann eine Überraschung. Wir fahren nämlich nicht gleich bis Meran und Bozen weiter, sonder wenn es das Wetter erlaubt am Vormittag rauf auf das Stilfser Joch. Gut 2700 Meter hoch ist das Ding – und schön! Aber eben nur wenn das Wetter passt. Da haben sicher alle eine große Freude. Bin schon gespannt auf morgen, wie die Augen leuchten werden. Hoffentlich passt das Wetter. 2000 Höhenmeter am Vormittag – na wenn das nicht wieder 5 Sterne gibt.

Zur Belohnung gabs heute Ravioli – juhu!

Mit Raviolipower schaffen wir morgen alles!

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Gemütlich am Radlweg entlang des Inn

Gemütlich, bergab und locker vom Tempo und den Sprüchen, so haben wir es uns gedacht und nach der Islandtrekkingtour auch verdient. Also gestern Anreise nach Dalaas, einen gemütlichen Abend verbracht und dann heute um 7:45 Uhr in Feldkirch in den Zug gesetzt. Zuvor noch beim Bäcker gefrühstückt und ab ging die Post, oder besser die Bahn.

Cool war sie schon, die Zugfahrt – teilweise auf der UNESCO Weltkulturerbestrecke, wo der Glacierexpress verkehrt. Aber noch schöner wars dann aufs Bike zu steigen.

Die Fahrt beginnt. St. Moritz, ein paar Fotos geschossen und ab geht die Post – den schönen Inn entlang, immer bergab. Haha, nix da. Den Inn sieht man oft kilometerweit gar nicht und es geht immer wieder ganz schön bergauf, also das behaupten jedenfalls die Jungs.

Nils
Susi
Nicki

Nach einer gemütlichen Mittagspause am zufällig wieder einmal gesichteten Inn geht’s dann richtig bergauf. Eh ned steil, aber schon recht lang und … Gravel halt. Mit einem Wort: lässig! Sehen aber nicht alle so. Wurscht. Die Sonne scheint und die Stimmung passt, also meine jedenfalls. Na, alle sind echt gut drauf, kämpfen sich brav die Anstiege hoch und freuen sich über die tolle Aussicht und die urigen Dörfer. Aber flach und den Fluss bergab folgend ist das da nicht – aber schön. Heute warens fast 75 km und gut 800 Höhenmeter- bergauf. Für a Flussabwärts Etappe ned schlecht. Jetzt sind wir am Campingplatz in Scuol. Morgen geht’s dann noch 30 km den Inn entlang und dann rauf auf den Reschenpass – na des kann was werden. I freu mich schon….

Pauli
Ja, ja, alle freuen sich.
Tagesziel erreicht!
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Wetter gut, alles gut!

Letzter Tag – leider. Die Beine würden sich grad an die täglichen Radleinheiten gewöhnen, der Hintern aber eher nicht. Also passt das recht gut so mit dem Schluss. Außerdem haben wir großes Wetterglück – schon wieder. Die ganze Änderung der Strecke zum Speikkogel hat uns in wetterbegünstigte Gefielde gebracht. Gestern war der Regen meist vor oder neben uns und heute haben wir uns ein Taxi besorgt. Danke an Sonja und Susi! Ihr habt für uns eine super Wanderung beim Attersee oder so in eine ganz tolle beim Hochschwab getauscht, sodass wir dort ins Auto hüpfen können und nicht bei prognostiziertem Regen durchs uns sehr bekannte Mostviertel pedalieren müssen. Guter Plan, oder?

Das Wetter bei Susi und Sonja bei der Anreise zur Wanderung
Das Wetter bei unserer Abfahrt am Salzstiegl.

Gekommen ist es dann so: bereits beim Frühstück sehe ich Fotos von der verregneten Anreise zur Wanderung. Bei uns: bedeckt und etwas blau am Himmel. Wir radeln dann meist in der Sonne während Susi und Sonja wandernder Weise dem Regen trotzten. Gut dass sie so gute Wanderausrüstung aus dem Islandurlaub haben. Soweit alles bestens (für uns).

Susi und Sonjas Wanderaussicht
Bei uns am Murradweg

Dann höre ich, dass die Wanderung in etwas verkürzter Weise beendet ist und wir treffen uns daher nicht in Seewiesen, sondern in Bruck. Bis Bruck ist das Wetter bestens, dann droht Regen. Den ersparen wir uns – so weit alles bestens. Also Tourende in Bruck. Sicher erkennt der sorgfältige Leser, dass wir in Bruck bereits am ersten Tourtag waren. Am Weg nach Fusch an der Glocknerstraße. Das war dann auch Bruck an der Glocknerstraße. Jetzt Bruck an der Mur. Nach gut 80 km sind wir da. Sonne!

Gutes Mittagessen in Seewiesen bei Regen, dann ab nach Hause bei teils starkem Regen. Gut geplant lieber Gerhard. Alles hat er gut geplant, der Gerhard. Hut ab und Danke. Durchschnittsgeschwindigkeit und Kilometerrekorde interessieren ihn nicht die Bohne. Bei seinen Tracks geht’s durch selbst Einheimischen völlig unbekannte Straßen, oder Wege, oft Gravelhighlights der Sonderklasse. Geile Streckenführung. Autos haben wir nicht oft gesehen. Radler nur am Glockner, da macht aber keiner dem Gerhard Vorwürfe, das ist eben so. Am Glockner wird geradelt. Aber bei den Radhighlights, den Carinthian Monsters auch keine Radler, nix. Hat uns eh stutzig gemacht. Gut, fahr die Dinger einmal, wundert mich nicht, dass da nix los is. Is schon anstrengend dort. Gibt Leute, die sagen, dass man an Klopfer haben muss dazu. Also echt, gute Kondition und bisserl a Liebe zum Radlfahrn genügt. Klopfer braucht man keinen. Aber ich schweife ab, die meisten Radler waren oben am Speikkogel nach der Tafel Fahrverbot mit dem Zusatz: gilt auch für Radfahrer, wir waren da auch. Alle sind da. Wird toleriert hört man, ist eine reine Haftungssache, angeblich. Ich bin mir da sicher. Es gibt dort auch einen Flowtrail – so a Mountainbikegeschiche. Den Flowtrail erreicht man nur über die eben beschriebene gesperrte Straße. Sonst noch Fragen?

Die Tafel am Speikkogel ist eher so als Vorschlag zu sehen.

So, gestern hatten wir dann auch ein paar montainbikemässige Gravelhighlights in einem, bis dahin sicher völlig radfreiem Gebiet. Dann, nach über 2 Std. im fahrradfeindlichen Gelände, endlich auf der Alm, haben wir eine Schotterstraße gefunden – falsche Richtung. Also umdrehen und Wanderweg fahren und dann kommt irgendwann ein Montainbikfahrverbot. No Problem – wir haben ja keines, also weiter. Das nur zur Planungsgenialität des Gerhard Trimmel. MTB verboten, wir auf Gravelbikes – also alles erlaubt und a super Strecke auch noch. Und das beste kommt noch – die Fotos. Tipp von mir: Homepage des Pielachtaler Radclubs RCP ansehen.

Keine Angst, da war alles erlaubt. Ist deutlich zu sehen: kein MTB!

So, damit sag ich danke und bis zum nächsten Mal. Aber ehrlich, hätte ich mir die Strecke vorher besser angeschaut, weiß i ned ob i mir das heuer angetan hätte. Aber jetzt bin i schon echt froh – war ja sowas von lässig und der Luxus…

…und das Wetter war auch gut, also war alles gut, quasi perfekt! Obwohl so gasgekochte Ravioli…..

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Monsterjagd abgeschlossen

Heute geht’s einmal ums Material. Der Gerhard hat ein Gravelbike vom Feinsten. Meins ist auch ganz lässig. Meins ist halt ein Rennrad und beim graveln darfs schon auch mal dreckig werden. Wirds aber gar ned. Der Gerhard, der putzt sein Radl und wartet es – wie es sich gehört. Mach ich auch, aber erst zu Hause. 5 Tage hälts schon durch, jetzt werdens 6 Tage, sollte auch noch gehen. Viel putzen muss ich aber gar nicht, weil wenn’s zu arg dreckig ist, putzt der Gerhard mein Radl gleich auch mit. Als Beweis zeigt er mir dann einen dreckigen Fetzen. Mein Radl sagt danke, ich auch. Danke. Obwohl, a bisserl Dreck darf schon sein. Vorderreifen und Hinterbremse müssen aber wohl gewartet werden. Zu Hause dann. Hab jetzt auf Tour zu wenig Zeit, muss schreiben. Diese Artikel wurde vor dem Frühstück geschrieben! Der nächste Beitrag enthält übrigens Produktplazierung.

Zur gestrigen Perle von der Koralpe – a Traum. Unbedingt vorbeischauen: Quartier der Familie Oblak, zu finden auf bergfex – Koralpe – Unterkünfte. Aber bei nicht völlig erschöpften Radlern im Gewitterregen ab 3 Tagen Mindestaufenthalt. Super Wohnung, Traumlage, günstig. Fachgespräche jeder Art inklusive – vorzugsweise radltechnisch. So nette Leute. Danke für Unterkunft und die ganz lieben Gespräche.

Gut, dann fahren wir amal. Speikkogel – außer einem sehr langen Anstieg, den wir durch viele Höhenmeter am Vortag schon ein bisserl entschärft haben, haben wir nicht viel erwartet. Ein Fehler. Super Ausblick, echt schön zu fahren. Ein Genuss. Richtiger Entschluss, den Berg auch mitzunehmen.

Der Speikkogel ist abgehakt, jetzt geht’s weiter Richtung Zeltweg. Zuerst durch Wolfsberg und dann Richtung Pack. Wir zweigen aber auf eine Nebenstrasse ab. Gerhard hat da gestern einen super Weg gefunden. Der Track ist am Tacho gespeichert und wir finden jeden Weg. Naja. Ich glaub diesmal ist der Track nicht am Tacho sondern im eingesteckten Handy und wir finden trotzdem jeden Weg. Nicht auf Anhieb, nein endlich ein bisserl Abenteuer. Einmal einen Weg gefahren und dann umkehren, das gehört halt zur Radtour dazu. Endlich schaffen wir das auch. Eh nur einmal kurz auf der Hirschegger Alm. Wo? Keine Ahnung wo das ist, müsste ich selbst googeln. Ich glaub die Fotos sagen alles, genial da zu fahren, also für den mountainbikeaffinen Gravelbiker. Für durchschnittsgeschwindigkeitsstrebende Radler ist dieser Abschnitt auch nur bedingt, eigentlich ja gar nicht, geeignet. Mir hat´s voll gut gefallen heute. Besten Dank für die doch recht mutige Streckenführung. Gut, fast 80 km und ca. 2200 Höhenmeter. Eh brav, oder? Schiebe- und Tragepassagen inklusive. Gefällt mir!

So, das Material. Jetzt am Abebd muss ich dann doch erwähnen, dass der mutigen Streckenführung geschuldet, auch ich mein Rad ordentlich geputzt habe. Hier in Salzstiegl – wo? Berechtigte Frage. Also hier in Salzstiegl ist ein Traileldorado, da werden Mopeds geputzt und mein Rad heute eben auch. Natürlich auch das von Gerhard. Müssen ja sauber sein morgen die Dinger. Sollen ja in das Auto eingepackt werden. Waren aber schon recht dreckig. Sogar für meine Verhältnisse.

Eigentlich hatten wir Wetterglück – a bisserl nass sind wir aber schon geworden.
So ein lieber Spiegel!

Morgen letzter Tag, ich freu mich. Wird sicher wieder lustig.

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Die Perle der Koralpe

Eigentlich war der Titel des heutigen Blogs mit: „das Monster zeigt seine Zähne“ schon in meinem Kopf, aber dann kam alles ganz anders.

Zuerst hatten wir heute einen lässigen Anstieg, ganz gemütlich, weil morgen ist unser letzter Monstertag und man will ja vorher keine Kraft verschwenden. Und ich sowieso nicht – also wieder viel Windschatten genutzt – danke Gerhard. Obwohl, heute ging´s mir wieder besser, naja. War halt auch eine gemütliche Rollerpartie mit 137 km und ca. 2870 Höhenmeter (auf meinem Tacho). Außerdem geht’s mir wieder recht gut. Alleine das erwähnen von Ravioli hat mich wieder zurück in den Tritt gebracht. Ich hab viel getrunken, also Wasser. Gestern war alkoholfrei – nur a Seiterl, heute war auch alkoholfrei – nur a Radler und schwupps is alles wieder gut bei mir. Also viel Wasser von der Abfahrt in der Früh an getrunken, das muss halt auch wieder raus. Also viele Stopps und dann kommen noch die auch sehr vielen Fotostopps vom Gerhard dazu. Da sind die fast 138 km schon recht brav. Aber die Fotos, also die vom Gerhard – erste Sahne, da gibts gar nix zum Aussetzen. Und manche macht er auch mit den Handy und schickt sie mir für den Blog. Danke! So schreib i halt jeden Tag, weil ohne Blog keine schönen Fotos.

So, dann waren wir bei Wolfsberg, da wartet das 4. Monster, der Speikkogel mit 2140 Metern Höhe und unten bist auf 470 Meter. Hui. Also, da is noch Zeit, wir fahren ein Stück rauf und das Gewitter is eh weit weg. Da rauf hab ich dann meinen mühevoll erworbenen Trainingsrückstand ausgespielt. Weil mit Corona, da richtest ja Sachen am Haus her, wo Jahre keine Zeit war. Hab ich gemacht, lange Radltouren aber ned. Aber trotzdem sind wir a Stück rauf. Quartiersuche – mühevoll. Also weiter rauf. Ganz ehrlich unter 1000 Meter wollten wir eh ned bleiben. Gerhard hat dann bei beginnendem Gewitterregen Leute gesehen und gefragt. Die haben uns ausnahmsweise die Ferienwohnung für nur eine Nacht gegeben. Mitentscheidend eventuell mein Radtrikot. Bin mit dem Finishertrikot vom Ötztaler gefahren, der Hausherr hat das sofort erkannt, weil er hat das gleiche. Da gibt man bei beginnendem Wetterregen schon Quartier, was uns sehr freut. Die Hausherrin bringt uns dann außer dem Bettzeug noch 2 Bier und sieht, dass ich Wäsche im Waschbecken wasche und bietet uns an, dass sie es in der Maschine wäscht. Das nehmen wir gerne an. Eine Perle die Frau – die Perle der Koralpe eben. Wir sind jetzt schon auf ca. 1300 Metern, da is das morgen gar nicht mehr so schlimm bis oben – obwohl a bisserl hat das Monster schon Zähne gezeigt. Alles steil und 32 Grad unten.

Abendessen gibt´s da leider keines. Resataurant ist da keines in der Nähe und raus will auch keiner mehr von uns bei dem Regen. Naja, wir haben eh 4 Müsliriegel pro Person und aber ja auch das Bier- übrigens nicht alkoholfrei. Aber i will da jetzt ned jammern! Obwohl so Ravioli wären jetzt ganz gut. Ein Herd wäre ja da in der Wohnung. Also bis morgen und viel Spass! Morgen gibt´s übrigens Frühstück für uns, ausnahmsweise, weil wir sooo lieb sind. Ich glaub das sind wir wirklich. Und morgen Monsterjagd, im frisch gewaschenen Monstertrikot.

Blick vom Quartier nach dem Gewitter – Foto (c) Rinner Harald (nix Gerhard, aber auch nix ohne Filter)
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Luxus pur

Auf allgemeinem Wunsch eines Einzelnen die Links von gestern: https://www.quaeldich.de/paesse/grosser-oscheniksee/ und https://www.quaeldich.de/paesse/hochwurtenspeicher/

Und i weiß jetzt, dass es außer den, von uns bereits befahrenen Monstern, noch ein viertes gibt. Werden wir aber nicht befahren – angeblich. Aber damit ist garantiert – wir kommen wieder. So hab i das sowieso noch nicht erlebt: schlafen im Bett, im richtigen Bett. Nix Zelt. Ankommen und kein Zelt aufstellen – irgendwie fehlt da schon was und dann Essen im Restaurant – jo egal, aber Ravioli hat da niemand auf der Karte. Aber gut ist es schon und schön schaut das Essen auch aus, weil ein sehr wichtiges Mitglied unseres Radlerteams das Essen immer fotografiert – quasi unser Footbloger. Mittlerweile überleg i a schon beim Bestellen, dass i ned des nimm, was mir besser schmeckt, sondern das, was möglicherweise besser ausschaut am Teller. Des san Sorgen. Luxus pur. Frühstück vom Buffet mit Kaffee und allem drum und dran – das kannte der Reiseradler bisher noch nicht. Aber geht auch so hab i festgestellt. Und zwar ganz gut. Der Christof hat uns heute leider verlassen, was sich negativ auf die Vernunft bezüglich des Bergauftempos ausgewirkt hat. Aber er hat uns ned wegen dem Essen verlassen, nein Urlaub mit der Familie – viel Spass und Danke. Nicht fürs verlassen, für die lässigen Tage und Gespräche und Radlfahren.

Also Christof abgeliefert am Bahnhof in Spital und dann sind wir 200 Meter weiter ins Radgeschäft gegangen, wegen eines neuen Schlauches für mich. Brauch zwar eh keinen, weil ich meinen Quotenpatschen schon hatte, aber um die gute Stimmung im Team zu erhalten kauf ich einen neuen Schlauch. Auch im Geschäft: Oliver Baier mit Reiserad. Er hat uns eh nicht erkannt und wir haben auch recht schnell das Weite gesucht, damit er sich ned noch anhängt bei uns. Der Christof würde noch glauben, dass wir ihn ersetzt haben. Nein Christof, das machen wir nicht.

Mein Windschattenspender

So, heute erst entlang der Liser, dann Leobengraben und dann Nockalmstrasse – 100 km und 1770 Höhenmeter. Hochrindl ist nicht mehr gegangen, wegen des Wetters. Leider. Obwohl, heute ging´s mir nicht so gut. Möglichkeit 1: zu viele Höhenmeter in den letzten Tagen und also müde. Meine Beine fühlen sich aber gut an, also eher unwahrscheinlich. Möglichkeit 2: gestern am Abend ein Achterl zu viel. Naja, kann schon sein. Möglichkeit 3: was schlechtes gegessen oder gar Raviolientzug. I glaub des is es, hört sich am wahrscheinlichsten an.

Regenbedingt haben wir eine Jausenpause eingelegt…
…in dieser urigen Hütte mit noch urigeren Einheimischen, deren Sprüche ich mir hier nicht wiederzugeben getraue. Aber nach der Jause – Sonnenschein!

Gerhard hat dankenswerter Weise viel Windschatten gemacht (also viel gibt er ned, aber dafür is er lang vorne gefahren). Danke!

Oben angekommen.

So, jetzt Quartier am Fuße der Hochrindlstrasse in Ebene Reichenau. Nach nur 100 km. Wegen des Wetters – Gewitter und Regen. Nicht wegen meiner Tagesform! Obwohl so ganz schlimm finde i des eh ned mit dem Regen.

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