Rollerparty ohne Strom

Na so a Schaß, und wenn ein Beitrag so anfängt, dann is schon klar, dass da was ned ganz passt. Also meinem Knie geht’s super (die Frage ist nur welchem). Na, i hab gestern am Abend meine Powerbank zum Laden im Waschhaus angeschlossen und dann meinen Blog getippt (i tipp leider recht langsam – Adler Suchsystem = einkreisen und zuschlagen) und wie i fertig bin hol i die Powerbank. Die ist aber nicht mehr da, die und das Ladegerät haben jetzt einen neuen französischen Besitzer. Mögen sie bald das zeitliche segnen. I mach das immer so, lade die Powerbank auf, wo eine Steckdose ist. Ist noch nie was weggekommen – egal ob Noregen, Schweden, Italien, Schweiz usw. Aber da am 4-Stern Camping is es jetzt passiert. Hier in Frankreich. Shit. Aufladen ist jetzt schwierig. Ladegerät hats heute keines gegeben. Aber jetzt zum Positiven:

Es ist ein wahnsinnstoller Tag zum Radlfahren. Und genau das mach ich heute. Nach einer eher ungemütlich Nacht mach ich mich auf den Weg zum legendären Mont Ventoux. Die Kette knarrt und mein Öl ist aus – Werkstätte gesehen, reingefahren, der Mechaniker holt Öl und ehe ich noch Allez les bleus sagen kann sprüht der mit so einem Ölspray herum und die Kette läuft echt super, die Brensscheibe hat er auch gleich Vollgas mitgeschmiert. Renaultwekstatt – alles klar! Aber man ist ja vorbereitet, der Ventoux ist ein eher flacher Berg, da reicht sicher die Vorderbremse. So, weiter geht’s. Den Ventoux kann i bald sehen – juhu, endlich ist er da. Dann der Aufstieg, der ist wirklichv nie steil – ein Rollerberg. Ohne schwere Packtaschen rollts auch wirklich recht gut. Mir taugts da rauf und je weiter oben, desto mehr Rennradlfahrer, oder sowas in der Art, überhol ich. Das macht Spaß.

Da is er schon.
Ohne Gravel geht wohl nix.
Tom Simpson Denkmal

Oben ist die Hölle los. Kurz a paar Fotos, einen Stein eingepackt und sicher nix zu essen gekauft, bei den Preisen.

So und das wars dann auch schon wieder. Runterfahren, einkaufen, zurück zum Campingplatz, rein ins Pool, Blog schreiben und gute Nacht. Aber richtig, da fehlt noch das tägliche Highlight: telefonieren mit meiner Susi ❤.

So, wie geht’s weiter? Alpen mach ich nicht, schonende Fahrweise ist angesagt. Also rüber zur Adria zum Familyurlaub. Ich freue mich total drauf. Is eh besser als Berge abfahren. Schauen eh alle gleich aus und kaum einer ist schöner als das Hochkar. Der Ventoux schon, der ist eher wie der Ötscher. So jetzt schau i, wie’s da zur Adria geht. I glaub da fährt man über Nizza – und die Strecke kenn i ja schon…

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Was zum Geier?

So sollte ein Tag anfangen ich wach auf und das Knies ist wieder gut. Danke für alle Ratschläge, aber es passt wieder ganz gut. Ich fahr jetzt einmal weiter, die Tour über die Alpenriesen wirds aber nicht spielen – bin ja ned blöd. Ned wegen den Berg, die mag ich ja eh, aber für Haxen wärs wohl ned gut. Ich hab mir das Knie bei der Salzkammergut-Trophy einfach ein bisserl überlastet und hätte noch ein paar Tage Pause gebraucht. Eigentlich auch vom Kopf her. Warennhalt doch viel km und Höhenmeter. Aber egal, passt ja alles und die Tour wird eben kürzer und die Route geändert.

Der Geier wartet schon.
Da haben wir damals sie Wanderung beendet.
Für dich, lieber Nils.
Dreckig der Verdon
Das war unser Campingplatz 2018
Da gibt’s die schwarze Pizza.

Uns so fängt der Tag doch nicht so gut an – Strassensperre. Soll man das ernst nehmen? Weg mit dem Schild…

Ned wirklich ein Hindernis für mich.

Bei meiner Mittagspause fährt ein alter Traktor vorbei, bei uns währs wohl ein 15er Steyer. Unglaublich, der da oben sitzt schaut aus wie vom Asterixheft rausgesprungen. Von dem Burschenn wärs unmöglich einen Cartoon zu machen. Da bleibt mir die Spucken weg.

Ich hab gestern 2 mal ca  65 kg abgenommen und gut 10 kg zugenommen. Schade um die lieben Radelgenossen, die lieber nach Hause fahren und auch Schade, dass i jetzt noch a paar Kilo mehr mitschleppen muß. Dafür gibt’s jetzt wieder Ravioli.

Jetzt ist er wieder schön, der Verdon.

Das Mehrhewicht am Radl macht sich bergauf ganz schön bemerkbar. Und der ständige Gegenwind macht auch nicht leichter. Ist aber eh ned immer Gegenwind, manchmal ist auch Gegensturm. A ned besser. Da ist locker rollen, wie es meinem Knie gut tut, eher schwer. I schmier jetzt 3 mal täglich mit Voltadol und mach a bisserl Bewegung, damit es ned einrostet und es wird viel, viel besser. Bissel Bewegung halt, eher locker. Schwer bei dem waldviertelmässigem Gelände und dem Gegenwind. Mein linker Oberschenkel ist auch schon ganz geschwollen. Des ist die Kraft, die einschließt. Es tut nämlich des rechte Knie weh – jetzt aber ja eh nimmer. Der linke Oberschenkel wächst trotzdem recht heftig. I muss aufpassen, dass i ned im Kreis geh.

Gestern Pause Gewitter, heute Gelati. Ich hab das Eis übrigens ohne Googleübersetzer oder sowas bestellt, sondern die beschrifteten Sorten sicher recht fehlerfrei und absolut richtig betont, dem Verkäufer gesagt. Ha, und i hab genau was i wollte. Schmeckt auch wie Erdbeere und Marille. Nur so zur info liebe Exradreisekollegen. I kann das, wobei irgendwie bin ich doch Richtung Gibraltar unterwegs, da habts ned Unrecht gehabt.

Am Ende des Tages gab i am Campingplatz meinen grünen Pass benötigt – das erste Mal überhaupt. Dann scannt die Dame und es steht in rot, dass es nicht passt. Na so a Schass, QR Code von der 2. Impfung scannen, jetzt passt alles. Hui, Glück gehabt. Der nächste Campingplatz liegt nämlich 30 km hinter mir. Der hier ist echt lässig: coole Bar, Pool, Lounge, Fitnessgeräte und genau eine Steckdose und da hängen meine Ladegeräte dran. Föhn gibt’s jetzt leider keinen mehr- abgesteckt. I bleib jedenfalls 2 Nächte hier, weils gar so schön ist da. Die Ravioli schmecken hervorragend und sind nicht zu wenig – auch wichtig!

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Alleine geht’s weiter…

Ja, da ist es ja. Hurra ich hab das Packerl bekommen. Es kann weiter gehen und jetzt ist dann sicher auch Zeit für ein Eis. Bin ja ziemlich geschafft vom Fahren mit Gerhard und Christof. Gestern waren wir ungewollt recht lange unterwegs. Hatten gestern zwei echte Rollerberge, aber so richtig rollt’s von 400 Meter auf 2100 Meter halt dann doch nicht – ausserdem waren ja auch 1000 Höhenmeter auf Schotter. Macht’s nicht leichter. Gut, also müde. Heute gut gefrühstückt und dann war mein Packerl tatsächlich da beim Café du Cycliste. Die Freude war groß.

Wir trinken dort noch etwas gemeinsam und dann trennen sich unsere Wege. Gerhard und Christof fahren über die Grand Corniche nach Ventimiglia. Dann fahren Sie mit dem Zug weiter zum Auto nach Turin. Gute Heimreise Jungs.

Gute Jause

Ich fahre von Nizza weiter zur Verdonschlucht. Eh schön, aber rauf geht’s wieder recht ordentlich, auf 1100 Meter. Dann fängts auch noch an zu blitzen. Ich komm rechtzeitig in eine Bushaltestelle. Das Gewitter hört überhaupt nicht mehr auf, wird immer heftiger. Hagel, Eis, Bäche auf der Straße, alles dabei. Ich wart das alles ab, hab eh a gute Jause dabei. Irgendwann geht’s dann wieder weiter und i komm noch nach Castellane. Der Verdon ist sowas von dreckig. Schade, ich wollt eigentlich schöne Fotos machen morgen. So, Castellane – i mit Zelt und dann is auf den ersten zwei Campingplätzen nix frei und es blitzt und donnert und regnet schon wieder. Aber alles ist gut. Zelt steht und zwar im Weltuntergang-Regen auf Campingplatz Nummer 3 und i lieg gemütlich drinnen herum. Zelt ist dicht! Gute Kekserl hab i auch. Mampf.

I kenn den Verdon auch schön.

Ich fürcht, ich hab die falsche Entscheidung getroffen. Ich hätte mit Christof und Gerhard mit heimfahren sollen. Mein Knie ist heute erstmals angeschwollen und beim Gehen schmert es auch schon. Das ist neu. Die restliche Tour geht eher ned wie geplant. Aber ich hab ja die beste Frau der Welt!!!!! Hätt mich glatt abgeholt von da. Bist wirklich die tollste. Ich ❤ dich. Brauchst mich ned abholen, erstens kann i zugfahren und zweitens wirds sicher wieder besser. I überleg mir was – die Alpen werdens wohl nicht werden wie geplant, des geht ned und da muss i mi erst dran gewöhnen. Und des tut momentan mehr weh als die Haxe. Und es schifft noch immer….

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Nizza erreicht

Nachtrag zu gestern:

So, jetzt wirds spannend. Ist es da, oder ist es nicht da, das Packerl, das ich zum Café du Cycliste geschickt habe. Ist es da, geht’s weiter oder muss ich mit den beiden Radlkollegen die Heimreise antreten. Spannung, Spannung…

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Gefangen im Nirgendwo

La Brique ist schon schön. Echt schön. Deshalb bleiben wir da a bisserl länger. Deshalb – wir rollen gemütlich die Gassen ab – und wegen der Strassensperre. Unwetter haben, eh schon lang her, die Straßen zerstört und die werden nur temporär geöffnet. In unserem Fall heißt das 3 Std warten oder per Zug fahren. Tenderbahn, weltberühmt, eine Option. Aber, aber, der Zug fährt uns vor der Nase davon. Nächster Zug geht in 2 Std. Deshalb mein Vorschlag: Gelati. Problem dabei: nicht einmal Christof weiß was Gelati auf französisch heißt. Ha, weiß er doch, aber es gibt hier weder Kaffee noch Gelati. Leider.

So, wir fahren jetzt einen gesperrten Weg, der weit oberhalb der Strasse verläuft. Gesperrt ist er angeblich. Schild haben wir aber keines gesehen. Ein Einheimischer hat es gesagt. Ob Lebensgefahr besteht oder aber eh keine Lebensgefahr besteht haben wir nicht ganz verstanden. Na, natürlich alles ganz save.

Weiter geht’s auf den letzten 2000er für lange Zeit. Ned schön. Da liegt ein völlig kaputtes Auto im Flussbett, da fehlt die Hälfte von Häusern, es ist wirklich arg, was da los war. Unwetter haben da entlang vom Fluss alles mitgerissen. Wir Radeln an den Baustellen vorbei, den Fluss bzw. Bach bergauf. Ein paar Arbeiter, die die Straße wieder in Stand setzen machen Mittagspause und grillen über einer Scheibtruhe. Wir radeln in der glühenden Mittagshitze. Es ist a Wahnsinn. Nach 1700 Höhenmeter sind wir oben und sehen endlich das Meer. Na eben nicht. Wo ist es denn? Rundherum nur Berge. Wir Radeln ins Tal und dann ist Schluß für heute.

Denkste, nix Schluss, kein Quartier frei, alles belegt – Freitag eben. Na super. Wir fahren weiter, den Col de Braus ein Stück hinauf. Kein Quartier. Also weiter. Dann sind wir oben. Wir zweigen nicht ins Gravelgebiet ab wie geplant, weil es bereits 21 Uhr ist und radeln auf der Straße Richtung Nizza. Kurz gesagt: um 23:30 Uhr beziehen wir hier ein Hotelzimmer. Abendessen waren wir noch nicht. Es war schon a bisserl abenteuerlich heute. Aber lässig Mut so tollen Leuten unterwegs zu sein Danke dafür lieber Gerhard und Christof.

Wir fahren natürlich nach Sospel wo wir genau kein Quartier bekommen

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Viva la France und ciao Gelati

Na super, heute hätte ich wirklich noch gut geschlafen, aber nix da, aufstehen, waschen, packen, Abfahrt, los geht’s – aber leider nein. Mein Hinterreifen ist aufgeschnitten. Kleiner Schnitt, aber der Schlauch schaut schon durch. Meine Kollegen begutachten hilfreich und danach schaut der Schlauch dann richtig raus. So was tun? Meine Radlkollegen haben Ratschläge ohne Ende – Danke dafür. Ich möchte den neuen Ersatzmantel nicht verwenden, weil heute wirds richtig schwierig, steinig, technisch – also a große Beanspruchung fürs Material. Da hätte ich dann gerne den neuen Mantel noch als Ersatz. Also leg ich ein Stück von einem alten Schlauch, das mir Christof schenkt, beim Schnitt unter – Reifen aufpumpen, fertig los. Danke Christof. Heute geht’s nach Frankreich. Waren wir eh vor ein paar Tagen auch schon. Jetzt bleiben wir aber dann dort und noch immer kein Gelati gegessen – Sauerei!!! Zu allem Überdruß entdecken wir in der Früh ein Verkehrsschild mit Richtung Turin – wir sind jetzt den sechsten (6.!!!) Tag unterwegs und Turin ist immer noch angeschrieben. Nizza noch immer nicht!

Rauf geht’s gleich auf den Col du Tenda. Lässige Auffahrt aber heiß – eh wie immer. Oben angekommen beginnt die ligurische Grenzkammstrasse. Die wollen wir fahren. Aber nix da. Unser wichtiges Mitglied verdonnert uns wieder ein Stück auf der anderen Seite des Passes nach unten zu fahren, damit wir doch die tollen Serpentinen sehen können, die es da unten gibt. Inzwischen kennen wir Serpentinen eh schon sehr gut, aber natürlich folge ich brav und mache das. Und wieder einmal war das echt lohnend. So, und wieder oben angekommen, geht’s weiter auf der ligurischen Grenzkammstrasse.

Juhu, wir sehen Serpentinen

Ich hab definitiv das richtige Rad mitgenommen. Mit dem Renner mit Gravelreifen wäre das sowas von gar nicht lustig heute und auch schon in den letzten Tagen gewesen. Da hätte ich definitiv nicht genügend Schimpfwörter parat um hier mit dem Renner zu graveln. So wars heute bergauf lässig und runter richtig fun, yeah – hab sogar einen kleinen Jump eingebaut – yeah, sowas von lässig. Meine beiden Gravelkollegen sind auch recht glücklich mit dem Trail, also alles bestens.

Gut, dann kommt der letzte Downhill nach La Brique und der ist dann schon recht Mountaibike. Eh lässig, aber jetzt halt nur für 1 von 3 richtig lässig. Ich fahr voraus und sitze dann am Wegesrand und warte und schreib an meinem Blog. Wir kommen ja eh immer erst spät ins Quartier und dann dauert das immer ewig, deshalb nutze ich jetzt diese Pause. Danke liebes Mountainbike, durch dich komm ich früher ins Bett.

Der Trailer ist hart, schwierig und lang – gravelfeindliches Gelände! Hochachtung an meine Kollegen mit den Crossbikes. Wahnsinns Leistung. Gut 20 km in sowas von gravelungeeignetem Gelände bergab – ned lustig. Aber die Stimmung passt. Also große Leistung liebe Jungs, Hut ab!

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Gemütlich durch den Regen und dann nach Peru

War eh ganz lässig unsere Tour bis jetzt und richtig schöne Fleckerln haben wir auch gesehen, aber laut Christof, und da muss i ihm jetzt schon Recht geben, wars ned besser als am Hochkar. Dort is es auch so schön wie hier. Und manchmal neblig wie hier oder verregneten wie hier oder windig wie hier. Aber heute geht’s durch die Elva-Schlucht. Super gefährlich wegen Steinschlag aber eher nicht gesperrt und schon recht schön. Aber a ned schöner als am Hochkar. Heute war eh kein Steinschlagwetter.

Nach der Schlucht drückt den Gerhard was im Gravelschuh. Hat er sich ja extra gekauft, den Gravelschuh. Extra für diese Tour. Feines Schuhwerk, muss man schon sagen. Und jetzt drückt er, weil Schotter drinnen ist und was sagen Christof und ich wie aus der Pistole geschossen: Das ist ja auch ein Gravelschuh – was 2 von 3 recht lustig finden.

Ganz schön Regen hatten wir dann am Weg zum Col de Preit und bei einer Kreuzung warten wir scheinbar den Regen ab – im Regen stehend. Der Track wird gesucht. Track gefunden- weiter geht’s und irgendwann hört der Regen dann auf.

Oben am Col de Preit ist super schönes Wetter. Panorama – die Sensation. Ist vielleicht ganz gut, daß wir ned direkt nach Nizza durchsausen. Wäre sicher auch nett, aber so…

Col de Preit, weiter zum Refugio della Gardetta auf 2335 m und dann die Maira-Stura-Kammstrasse. Ganz ehrlich, da sagt sogar der Christof, dass es schöner ist als am Hochkar. Ich geb ihm Recht. Die Fotos sagen eh alles und von Regen zum Glück keine Spur. Little Peru of Europe nennt man das hier.

Pantani Denkmal am Colle dei Morti

Wieder im Tal gibt’s noch einen kurzen 550 Höhenmeter Anstieg zur Wallfahrtskirche und dann brausen wir hinter der Gerhard „Filippo Ganna“ Lokomotive durch das Tal mit 40 und mehr km/h.

Der ist überhaupt ein super Bug Boss der Tour der Gerhard. Zu viel loben ist nicht gut, eh klar. Bevor alles fertiggefahren ist sowieso nicht. Muss man ihm ja auch nicht sagen, aber die West, Nord, Ost-Abstecher sind schon das i-Tüpfelchen, die machen erst so richtig schön die Tour. Ein Wahnsinn wo er uns hinbringt, voll schön und teilweise sowas von aus der Welt. Aber der Gerhard kennt sich da überall aus. Super! Muss man ihm aber nicht sagen – reicht am Ende der Tour völlig. Nach dem Motto: nicht geschimpft ist gelobt genug. Und Fotos macht er auch noch – aber schaut selbst…

Nach der Tour werd ichs dem Gerhard schon sagen, das heute war einer meiner allerschönsten Radlausflüge ever – (fast) noch schöner als am Hochkar. Danke dafür!

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Golftag

Christof und ich haben entschieden heute einen gemütlichen Golftag zu verbringen. Wir rollen einmal locker den Agnel hinauf und da suchen wir uns dann was zum Verbessern des Abschlags. So der Plan. Heute eben gemäßigt! So jetzt geht’s los!

Der Christof ist überhaupt einzigartig, genialer Radler, super Humor und wahnsinnig gscheit. Der weiß nicht nur alles, nein der spricht auch alle für uns notwendigen Sprachen, plus Englisch. Und das in Wort und Schrift. Super. Und das Entenbrustfilet, das wir im piekfeinen Lokal im Bergdorf bestellt haben war immerhin Fleisch und zwar gutes – ich vermute vom Rind – hat also alles (fast) gestimmt was er uns übersetzt hat. Danke!

Col d’Agnel bin ich, nennen wir es defensiv, gefahren und wir haben die Gegend bewundert, oben sowieso lässig und Grenzübergang nach bella Italia. Und jetzt Golf, aber leider zu windig. Also runter ins Tal, dann dem Gerhard, der im Filipo Ganna Style durchs Tal fetzt folgen, Mittagspause und wieder rauf auf den nächsten Hügel. Irgendsoein Wallfahrtkirchending, der Gerhard weiß das alles perfekt – i ned – weil es mir wurscht ist, sag ich ihm aber ned. Von dort geht’s dann bald schottermässig weiter auf den Col di Sampeyre und zwar über die Vairaita-Maira-Kammstrasse. Die Einheimischen sagen dazu Kannonenstrasse.

Manchmal ist die Grenze zwischen Gravel-Eldorado und Moutainbiketrail verschwommen – an der Kammstrasse gewiß nicht. Da hab ich dann schon einen Vorteil mit meinem Gefährt – sonst ja eher weniger. Aber mir hats echt voll getaugt (nein, kein Sarkasmus). Irre lässig die Straße, einiges an Höhenmeter und Schotter, grober aber mit dem MTB gut fahrbar und auch mit Gepäck nicht zu steil – super; und das Panorama ist der Hammer, also bis auf den letzten km und der waren dann aber noch 4 km.

Aber dann bin i oben – glaub i zumindest, Nebel, Schlechtertter. I warte, fahr dann aber nach Rücksprache weiter bis zum Beginn der Asphaltstrasse runter und da, nach der letzten Kuppe und Kurve – Sonnenschein. Hui, juhu. Ist nämlich schon 19 Uhr vorbei und Quartier haben wir auch noch keines. Mit Golf wars auch noch nix heute – wird wohl verschoben auf morgen. Aber macht nix, weil die Kammstrasse war sowas von lässig. Der Christof mit seinem Gravelbike sieht das nicht ganz so. Gar nicht so. Hat ihm nicht gefallen. Wurscht, morgen golfen wir und das wird sicher lustig

Noch a paar Fotos, eher die besten, weil vom Gerhard:

Wir sind jetzt nicht weit von Col du Sampeyre herunten in einem Refugium. Gute Nacht.

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Super Gegend, aber…

…der körperliche Verfall setzt bei mir ein. Hab heute Voltadol gekauft – wirkt super. Allerdings leider nicht bis am Abend, sondern nur bis zum Nachmittag.

Heute ging’s rauf auf den Col de Echelle und dann nach Briancon und dann gleich auf den Col d’Izeran. Und heutiger Vorsatz für mich, weil voltadolbedingt knieschmerzbefreit: heute kein Grupetto. Anstieg 19,5 km lang und i muss vorne fahren. Tu ich auch. I fahr ganz ordentlich und hör schon leichen Unmut, dem angeblich recht forschem Tempo geschuldet. Aber dann bei km 10 übernimmt Christof die Spitze. Aha, Tempo geht nix komma garnix runter – Christof will wohl auch nicht ins Grupetto. Aber dann, leider – 5 km vor dem Col – Tempo rausnehmen. Wieder Grupetto. Christof gesellt sich auch zu mir und so ist wieder alles wie gehabt. Und mein Knie tut auch wieder weh – Nachmittag halt, da ist das jetzt immer so. Vielleicht fahren wir morgen früher los und machen am Nachmittag eine Pause, dann wäre das optimal für mein Knie. Könnte aber auch so sein, dass die Schmerztablette ned so gewirkt hat wie ich mir das erhofft habe, weil’s eine Grippetablette war. Ich nehm jetzt die andere, die ich mit hab. Mal schauen was die bewirkt…

Wahrscheinlich brauch ich nur ein paar lockere Tage und dann is eh wieder alles gut. So, passta, i will da ned ewig herumjammern – super ist es hier, voll schön. Gigantisch. Und echt lustig mit meinen Kollegen. Macht Spaß und ist einfach gewaltig. Vielleicht wenn i doch a ganz kleine Kritik äußern darf. Auf direktem Weg fahren nicht nach Nizza. Macht eh nix, weil sie dafür unglaublich schön ist, unsere Strecke. Großes Lob an den Gerhard. Und heute hat er mir seine Karten gezeigt und wo wir jetzt dann weiterfahren und siehe da, auf keiner einzigen – auf gar keiner ist Nizza drauf. Christof ist sowieso der Meinung, dass wir zum Genfersee fahren.

Am Ende des Tages biegen wir Richtung Col d’Agnel ab und fahren noch ein Stück rauf. Das Ding geht auf 2744 Meter rauf. Morgen fahren wir da ganz rauf. Heute bis auf ca. 1900 m und dann Quartier suchen. Haha, da hat nix offen. Aber ein paar Einheimische haben uns geholfen, Anruf – Quartier gecheckt und pasta. Super! Also fahren wir wieder ca. 3 km den Hügel runter und haben ein schönes Zimmer und hoffentlich ein gutes Essen. Jetzt geht’s zum Essen. Also Mahlzeit.

Apropos Essen und das „Aber“ in der Überschrift: hab heute am Nachmittag einen Zahn verloren, also nicht ganz. Hab ihn eh gefunden und aufgehoben, aber im Mund ist er nicht mehr. Schade. I bin des nicht gewohnt dass i Schwächen hab, normalerweise schwächelt immer das Material. Ist aber eh kein Problem, hab ja noch 31 andere Zähne. Ich hoffe nur, daß das nicht so weitergeht mit dem körperlichenVerfall, sonst schau ich in Nizza schlimm aus.

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Probleme, Probleme

Hab bemerkt, dass die Fotos leider verzerrt sind.

An der Lösung des Problems wird gearbeitet. Ich hab einige Fotos auf Instagram unter h.rinner gepostet.

Text kommt eh wieder hier und vielleicht funktioniert das mit den Fotos ja auch bald wieder.

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