Wenn Engerl reisen…

…und damit ist es jetzt amtlich: Ich bin kein Engerl. Anreise mit dem Zug bis Wörgl und beim Aussteigen schaut das Wetter nicht ganz optimal aus. Ich richt also die Regenjacke, damit ich sie später griffbereit habe. Alles montiert, los geht’s… mit dem Regen. Macht nix, die Regenjacke liegt ja bereit. 28 km flach am Radweg bis Jenbach und dann geht’s rauf zum Achensee – lässig. Kurze Regenpause und Fotos schießen.

Dann geht’s weiter rauf auf der Mautstrasse und dann auf den Plumssattel. Kann man kennen, muss man aber nicht. Ich kenn ihn  jetzt. Morgen eher nicht mehr.

So, wieder runter und bei Regen, der manchmal von Starkregen abgelöst wird, rauf zum Karwendelhaus. Grober Schotter – anstrengend. Manchmal lassen die Wolken einen Blick auf die Berge zu – gewaltig.

Da bin i jetzt nach ca. 80 km und gut 2000 Höhenmetern am Karwendelhaus mit genau gar keinem Netz und eh klar auch ohne Internetz. Essen war gut und um 19:30 Uhr hat der Hüttenwirt in der Mitte der Hütte Platz genommen und den Wetterbericht für morgen verlesen. Regen und Schnee über 2400 m. Dann hat er alle möglichen Wanderungen mit den diversen Zielen durchbesprochen und jeweils eine Risikoabschätzung abgegeben. Außerdem hat er die realistischen Gehzeiten angegeben. Bei einer 10 Std. Wanderung hat er eine Alternative über weniger hohes Gelände angeboten und dringend empfohlen. Danach hat er an jedem Tisch gefragt, ob noch jemand was wissen will. Cool. Mir is es eh eher wurscht, i fahr morgen erst einmal runter und zu Mittag soll es ja eh schöner werden. Ausserdem fahr i dann ja Richtung Süden. Obwohl: Tageshöchsttemperatur hier auf 1800 Metern ist morgen 5 Grad. Eh plus, aber i überleg trotzdem gerade ob i ned doch eine lange Hose oder Beinlinge mitnehmen hätte sollen. Aber i fahr ja in den Süden…

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